Ein an der US-Botschaft in London eingesetzter US-Diplomat soll nach einer am 25. August durchgeführten Durchsuchung von US-Agenten aus Großbritannien gebracht worden sein, berichtet The Sun unter Berufung auf Informationen von MEDIAFAX. Die Operation soll im Zusammenhang mit einer Untersuchung wegen Materials mit Missbrauchsdarstellungen von Minderjährigen erfolgt sein.
Der ehemalige Soldat soll im Morgengrauen aus seiner Londoner Wohnung abgeholt worden sein, nachdem die US-Behörden in den Vereinigten Staaten einen Gerichtsbeschluss erwirkt hatten. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit seinem Bruder, der sich in den USA befindet und beschuldigt wird, ihm derartiges Material geschickt zu haben.
Britischen Medien zufolge sollen die US-Agenten nicht über die rechtlichen Befugnisse verfügt haben, auf britischem Hoheitsgebiet eine Festnahme vorzunehmen. Der Diplomat soll mit einem Frachtflugzeug über den US-Luftwaffenstützpunkt Fairford in Gloucestershire ausgeflogen worden sein, bevor die Metropolitan Police und andere britische Behörden informiert wurden.
London soll erst nach Abschluss der Operation benachrichtigt worden sein, was zu Spannungen zwischen den beiden Regierungen führte. Scotland Yard und britische Minister beriefen Krisensitzungen ein; der Fall könnte bei dem Treffen zwischen dem britischen Premierminister und dem US-Präsidenten erörtert werden, das am Sitz der Vereinten Nationen in New York geplant ist.
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