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Ungarn hat einen diplomatischen Skandal mit Großbritannien ausgelöst, nachdem das Landwirtschaftsministerium in Budapest König Charles III. aufgefordert hatte, zwei ihm 2024 anlässlich der Krönung geschenkte Lipizzaner zurückzugeben. Nelson und Iveco befinden sich in den Royal Mews, doch die ungarischen Behörden erklären nun, das Ersuchen sei unpräzise formuliert worden und die Tiere würden im Vereinigten Königreich bleiben.
Die Pferde stammen aus dem staatlichen Gestüt Szilvásvárad und wurden von Vertretern des Buckingham-Palasts selbst ausgewählt. Obwohl sie öffentlich als Geschenk präsentiert wurden, zeigen die Dokumente, dass die Übergabe über einen Leihvertrag erfolgte. Somit bleiben die beiden Lipizzaner rechtlich Eigentum des ungarischen Staates.
Das im Juli verschickte Schreiben löste in Budapest Kontroversen aus. Die Opposition fordert die Veröffentlichung des Dokuments und die Identifizierung der Verantwortlichen. Der Skandal wurde als „Pferdekrieg“ bezeichnet, und der ehemalige Ministerpräsident Viktor Orban nutzte die Situation, um die neue Regierung zu kritisieren.
Zu den möglichen Erklärungen zählen ein Verwaltungsfehler nach dem Machtwechsel, aber auch Ungarns Interesse, seine Pferde vor der für 2027 in Budapest geplanten Weltmeisterschaft im Zweispännerfahren zurückzuerhalten. Die ungarische Regierung versucht nun, das Eigentum an den Tieren endgültig auf König Charles zu übertragen.
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