Die linke Regierung in Madrid, unter der Führung des Sozialisten Pedro Sanchez, hat beschlossen, die Betriebsdauer des Kernkraftwerks Almaraz, des größten in Spanien, bis zum 8. Juni 2030 zu verlängern, gemäß einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. Die beiden Reaktoren des Kraftwerks, die Anfang der 1980er Jahre in Betrieb genommen wurden, hätten 2027 und 2028 stillgelegt werden sollen. Obwohl die Regierung sich verpflichtet hat, bis 2035 aus der Kernenergie auszusteigen, haben die Eigentümerunternehmen Iberdrola, Endesa und Naturgy unterschiedliche Visionen für die Zukunft des Kraftwerks. Der massive Anstieg des Strombedarfs im April 2035 und die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten haben die Debatten über die Energieproduktion in Spanien neu entfacht, und die Regierung setzt auf erneuerbare Quellen.
Ein Bürgerkollektiv, 'Ja zu Almaraz, Ja zur Zukunft', hat die Verlängerung der Lebensdauer des Kraftwerks begrüßt und betrachtet sie als eine hervorragende Nachricht. Die nationale Behörde für nukleare Sicherheit hat der Fortführung des Betriebs der Reaktoren zugestimmt, die im vergangenen Jahr 7% der Energieproduktion des Landes sichergestellt haben. Derzeit verfügt Spanien über fünf Kernkraftwerke, die 19% zur Energieproduktion beitragen, während erneuerbare Quellen fast 60% ausmachen. Die Regierung plant, bis 2030 einen Anteil von 81% der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen zu erreichen.
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