Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, erklärt, er wäre bereit, sogar sofort Wahlen zu organisieren, doch die Abstimmung kann nicht stattfinden, solange der Krieg mit Russland andauert. In einem von CBS geführten und von Ukrainska Pravda zitierten Interview berief sich der ukrainische Staatschef auf die Bestimmungen der Verfassung, das Wahlrecht und die Sicherheitsrisiken.
Selenskyj erklärte, dass die Durchführung von Wahlen in einem Land im Krieg schwierig sei, in dem die Angriffe andauerten und sich Millionen Bürger außerhalb der Landesgrenzen befänden. Ihm zufolge halten sich etwa neun Millionen Ukrainer im Ausland auf, und die Organisation und Überwachung der Abstimmung für diese Menschen werfe erhebliche Probleme auf. Weitere Schwierigkeiten beträfen die Bürger in den von Russland besetzten Gebieten, wo der Wahlprozess nicht unter sicheren Bedingungen kontrolliert werden könnte.
Der ukrainische Präsident erklärte, ein Waffenstillstand könnte die Vorbereitung der Wahlen ermöglichen und zur Verringerung der Spannungen beitragen, doch Russland habe entsprechende Vorschläge Kiews zurückgewiesen.
Die Äußerungen erfolgten, nachdem der ehemalige Verteidigungsminister Mihailo Fedorov den Beginn der Wahlvorbereitungen gefordert hatte. Später stellte sein Team klar, dass er nicht die sofortige Durchführung der Abstimmung gefordert habe, sondern die Lösung der für ihre Durchführung notwendigen Probleme.
Selenskyj hält die Idee von Wahlen während des Krieges für falsch und erklärt, dass die Beendigung des Konflikts und der Schutz der Bevölkerung Priorität hätten.
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