Die schwedische Parlamentswahl hat ein äußerst knappes Rennen zwischen dem von der Sozialdemokratin Magdalena Andersson geführten linken Block und dem von Ministerpräsident Ulf Kristersson angeführten rechten Bündnis hervorgebracht. Nach der Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen verfügte die Linke über 175 Mandate, die Rechte über 174. Der Unterschied wurde auf lediglich 20.000 Stimmen geschätzt.
Nach den am Ausgang der Wahllokale durchgeführten Umfragen schien Schweden auf eine völlig neue, links ausgerichtete Regierung zuzusteuern. Im weiteren Verlauf der Auszählung wurde das Ergebnis jedoch unvorhersehbar. Die Wahlbehörde warnte, dass die vorläufigen Ergebnisse möglicherweise erst am Donnerstag vollständig vorliegen werden.
Die Sozialdemokraten blieben die größte Partei des Landes, auch wenn ihr Ergebnis offenbar das schlechteste seit Jahrzehnten ist. Magdalena Andersson erklärte ihren Unterstützern, jede Stimme müsse ausgezählt werden, und sagte, Schweden werde eine neue Regierung bekommen, sollte der Vorsprung bestehen bleiben.
Auf der anderen Seite hoffen Ministerpräsident Ulf Kristersson und seine rechten Verbündeten, weiter regieren zu können. Die Schwedendemokraten, eine rechtsextreme Partei, die erstmals in die Regierung eintreten will, fielen vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Vize-Ministerpräsidentin Ebba Busch warnte vor einer Phase der Ungewissheit.
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