Sara Netanyahu, die Frau des Premierministers Benjamin Netanyahu, hat in einem Interview angedeutet, dass der Oppositionsführer Yair Golan Kenntnis von den Hamas-Angriffen am 7. Oktober 2023 gehabt haben könnte, und behauptet, dass er "bereits am Morgen des Angriffs vorbereitet" gewesen sei. Ihre Aussagen, die auf dem regierungsnahen Kanal 14 ausgestrahlt wurden, haben heftige Reaktionen von der Opposition ausgelöst, die sie als "niedrig und beschämend" bezeichnet hat.
Golans Partei hat diese Anschuldigungen als Überschreitung einer "roten Linie" verurteilt, und Gadi Eisenkot, ehemaliger Chef des Militärs, hat die Aussagen scharf kritisiert und sie als "verrückte Verschwörung" bezeichnet. Verschwörungstheorien haben in Israel an Boden gewonnen, und eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 40% der Israelis glauben, dass ein interner Verrat zu dem Angriff beigetragen hat. Im Kontext der Verantwortung für das Sicherheitsversagen weigerte sich Netanyahu, die Schuld zu übernehmen, und behauptete, die Beamten hätten ihn über den Angriff informieren müssen. Der Hamas-Angriff führte zum Tod von 1.221 Personen, und Israel startete eine militärische Offensive im Gazastreifen, die zehntausende Opfer forderte. Die Themen rund um die Angriffe und das Management des Krieges bleiben zentral in der politischen Debatte in Israel, im Vorfeld der bevorstehenden Parlamentswahlen.
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