Mehr als 60 % der russischen Gasexporte werden bis 2030 auf den chinesischen Markt gelenkt, erklärte der russische Vizepremier Alexander Nowak am Freitag beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Die Ankündigung verdeutlicht die beschleunigte Neuausrichtung der russischen Energieexporte nach Asien vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen. Nach Angaben Nowaks hat Russland seine Gaslieferungen nach China allein in diesem Jahr um 25 % erhöht und behauptet seine Position als wichtigster Lieferant des chinesischen Marktes. Auch die Exporte von Flüssigerdgas verzeichneten ein Rekordwachstum.
Der russische Regierungsvertreter erklärte, dass die LNG-Lieferungen nach China im vergangenen Jahrzehnt um mehr als das 50-Fache gestiegen seien und Russland damit zu den drei wichtigsten Lieferanten dieses Marktes gehöre. Chinesische Unternehmen sind an großen Energieprojekten in der russischen Arktis beteiligt. Nowak sprach sich für den Ausbau von Pipelines, Häfen, Energieinfrastruktur und grenzüberschreitenden Logistikkorridoren aus. Zudem erklärte er, dass 94 % der russischen Ölexporte in „freundliche Länder“ gingen, hauptsächlich in Asien, darunter China und Indien. Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Versorgungsstörungen im Nahen Osten und Moskaus Bemühungen, seine Position als „zuverlässiger“ Lieferant auf den internationalen Märkten zu stärken.
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