Brüssel, 27. Januar 2026 – Am Mittwoch, den 28. Januar, werden die Abgeordneten des Ausschusses für den Binnenmarkt eine Sitzung mit Fragen und Antworten mit den Städten organisieren, die um den Sitz der zukünftigen Europäischen Zollbehörde (EUCA) konkurrieren.
Kurz gesagt
Neun Städte konkurrieren um den Sitz der EUCA: Lüttich, Málaga, Lille, Zagreb, Rom, Den Haag, Warschau, Porto und Bukarest. Bukarest ist die einzige Stadt aus Osteuropa im Wettbewerb. Die Q&A-Sitzung mit den Vertretern der Bewerberstädte findet am Mittwoch, den 28. Januar, statt. Die Abgeordneten werden die Infrastrukturpläne und die Unterstützungskapazität bewerten. Die Europäische Kommission hat die Bewerbungen bereits bewertet. Das Europäische Parlament wird intern über den bevorzugten Standort abstimmen. Die endgültige Entscheidung wird gemeinsam von PE und Rat getroffen. Die EUCA wird die Zollzusammenarbeit koordinieren, Risiken managen und das Customs Data Hub betreiben.
Im Rahmen des Meinungsaustauschs werden die Abgeordneten die Bewerber auffordern, ihre Infrastrukturpläne zu erläutern und ihre Fähigkeit zu demonstrieren, eine zentralisierte Behörde in einem zunehmend komplexen Handelsumfeld zu unterstützen.
Insgesamt haben neun Städte auf den Aufruf zur Bewerbung reagiert und ihre Angebote eingereicht. Diese sind: Lüttich (Belgien), Málaga (Spanien), Lille (Frankreich), Zagreb (Kroatien), Rom (Italien), Den Haag (Niederlande), Warschau (Polen), Porto (Portugal) und Bukarest (Rumänien).
Die Europäische Kommission hat ihre Bewerbungen bereits bewertet. Nun wird der Ausschuss des Europäischen Parlaments für den Binnenmarkt und den Verbraucherschutz eine Sitzung mit Fragen und Antworten mit den Vertretern der Bewerberstädte organisieren. Dies ist ein wichtiger Schritt im internen parlamentarischen Verfahren, der es den Abgeordneten ermöglicht, die Bewerbungen angemessen zu prüfen, zu bewerten und zu vergleichen, bevor die interne Abstimmung über den bevorzugten Standort des Parlaments stattfindet.
Die EU gründet eine neue europäische Agentur, die Europäische Zollbehörde (EUCA), im Rahmen einer umfassenden Reform des EU-Zollkodex. Es wird erwartet, dass die Agentur die zukünftige Zollzusammenarbeit koordiniert, das Risikomanagement sicherstellt und das neue allgemeine IT-Zoll-System, das Customs Data Hub, betreibt. Das Europäische Parlament und der Rat werden gemeinsam über den Standort der EUCA entscheiden.
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