Die spanischen Behörden haben in der Nähe der Kanarischen Inseln ein Boot entdeckt, das 26 Tage lang abgetrieben war. An Bord wurden mindestens 80 verstorbene Personen gefunden, darunter auch ein Baby, in einem der tragischsten Fälle auf der Migrationsroute im Atlantischen Ozean.
Die Guardia Civil teilte mit, dass das Boot den auf dem Rumpf identifizierten Aufschriften zufolge höchstwahrscheinlich aus Gambia abgelegt hatte. Das Boot wurde vor dem spanischen Archipel auf hoher See gefunden, und die Behörden führen Überprüfungen durch, um die genaue Route und die Identität der Opfer festzustellen.
Die Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln ist einer der gefährlichsten Wege, die Migranten nutzen, um nach Europa zu gelangen. Die improvisierten Boote legen häufig in Gambia, Senegal, Marokko oder Mauretanien ab und können wochenlang auf hoher See bleiben, ohne ausreichend Nahrung und Wasser.
Tausende Menschen versuchen jährlich diese Überfahrt, trotz der von der Küstenwache durchgeführten Rettungseinsätze. Schiffbrüche und Todesfälle auf dieser Route bleiben häufig, und viele Boote gelten als vermisst, ohne dass die Opfer geborgen werden.
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