Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte am Dienstag, dass es im derzeitigen Parlament in Berlin außerhalb der Koalition zwischen Konservativen und Sozialdemokraten keine tragfähige Mehrheit gebe. Damit schloss er die Bildung einer Minderheitsregierung aus und kündigte an, die gesamte vierjährige Amtszeit nutzen zu wollen, um die Probleme Deutschlands zu lösen.
Merz hofft, nach den für den 20. September angesetzten Landtagswahlen eine Einigung mit der Sozialdemokratischen Partei (SPD) über die geplanten Reformen zu erzielen. Der Bundeskanzler nannte keine Einzelheiten zu den vorbereiteten Maßnahmen, versprach jedoch, dass die Regierung zur Abfederung des Anstiegs der Kraftstoffpreise eingreifen werde.
Bei einer Wirtschaftsveranstaltung sprach sich der deutsche Regierungschef zudem für eine Stärkung der Handelspartnerschaften der Europäischen Union mit Mercosur und Australien aus. Nach Ansicht von Merz könnten diese Beziehungen Europa dabei helfen, der wirtschaftlichen Vorherrschaft der Vereinigten Staaten und Chinas entgegenzuwirken.
Der CSU-Vorsitzende Markus Söder bekundete seine Unterstützung für den Bundeskanzler und sagte, er erwarte, dass auch die CDU-Führung ihn unterstützen werde. Im Wahlkampf kommen die Konservativen in Mecklenburg-Vorpommern auf etwa 7 Prozent, während der CDU-CSU-Block bundesweit bei 18 bis 20 Prozent liegt – deutlich unter der rechtsextremen AfD.
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