Die Likud-Partei unter Führung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch bei der Zentralen Wahlkommission Einspruch eingelegt, um Initiativen zu blockieren, mit denen im Ausland lebende Israelis dazu ermutigt werden, zur Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen am 27. Oktober ins Land zurückzukehren. Die Wahl dürfte knapp ausfallen, und entscheidend ist die Gewinnung von Wählern, die außerhalb Israels nicht abstimmen können.
Das israelische Wahlrecht erlaubt im Ausland lebenden Bürgern nicht, in Botschaften oder Konsulaten zu wählen, mit Ausnahme des konsularischen Personals. Das Zentrale Statistikamt schätzt, dass sich etwa 600.000 Israelis in dieser Situation befinden.
Regierungsgegner unterstützen das von der amerikanischen Organisation Aid Coalition koordinierte Projekt „Fly and vote“ und bieten logistische Unterstützung an, darunter Flugtickets zu Vorzugstarifen sowie Hilfe bei den Verwaltungsformalitäten. Auch die Demokraten, eine Oppositionspartei, unterstützen die Initiative.
Der Likud-Anwalt Ilan Bombach forderte die Einstellung dieser Praktiken, die er mit einer „Wahlbestechung“ verglich und als mögliche Verstöße gegen die Gesetzgebung zur Parteienfinanzierung bezeichnete. Der Likud schlug stattdessen lediglich administrative Unterstützung vor, ohne die Transportkosten zu übernehmen.
Umfragen zufolge wird der Wahlkampf zwischen Netanjahus Block und dem Lager des Zentristen Gadi Eisenkot entschieden.
Quellen
Neueste Nachrichten
23:57
23:30
23:15
23:00
22:57
Mehr Nachrichten ansehen