Kanada hat offiziell den Beitritt zur Gemeinsamen Expeditionstruppe beantragt, einer vom Vereinigten Königreich geführten Militärkoalition. Der Schritt ist Teil der Strategie Ottawas, seine Verteidigungspartnerschaften zu diversifizieren und die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu verringern.
Die Ankündigung erfolgte durch das Büro des kanadischen Premierministers Mark Carney nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Andy Burnham im Norden Englands. London brachte seine Unterstützung für die Teilnahme Kanadas an dieser Initiative zum Ausdruck.
Die Gemeinsame Expeditionstruppe umfasst derzeit zehn NATO-Mitgliedstaaten: Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich. Das Bündnis wurde zur Stärkung der Fähigkeit geschaffen, rasch auf sicherheitspolitische Situationen zu reagieren.
Carney und Burnham erörterten außerdem die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie im Rahmen des Global Combat Air Programme, eines Projekts zur Entwicklung fortschrittlicher Kampfflugzeuge. Kanada trat diesem Programm im Juli 2026 als Beobachter bei. Die Entscheidung markiert eine Intensivierung der militärischen Beziehungen zwischen Ottawa und den europäischen Staaten.
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