Sergei Glukhikh, ein 20-jähriger russischer Jugendlicher, wurde mit 3.000 Rubel (etwa 38 Dollar) bestraft, weil er am 28. September den Begriff 'Azov' bei Google gesucht hatte. Dies war ein Verstoß gegen ein Gesetz, das von Präsident Vladimir Putin unterzeichnet wurde und Geldstrafen für die Suche nach extremistischen Materialien im Internet vorsieht. Glukhikh wurde verhaftet, nachdem ein Polizist seine Suche im Bus bemerkt hatte. Obwohl er zunächst beschuldigt wurde, Informationen über die Azov-Brigade und das Russische Freiwilligenkorps gesucht zu haben, wurde sein Fall aufgrund von Verwirrungen im Zusammenhang mit der Datenbank für extremistische Materialien neu geprüft. Letztendlich wurde er nur wegen der Suche nach Informationen über die Azov-Brigade, einer paramilitärischen rechtsextremen Einheit in der Ukraine, die von dem Obersten Gerichtshof Russlands als terroristische Organisation eingestuft wird, verurteilt.
Glukhikh, der sich für unschuldig erklärte, wurde aus der Haft entlassen und war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Moskau nutzt die Verbindung der Azov-Brigade zum Extremismus, um seine Aktionen in der Ukraine zu rechtfertigen, und bezeichnet seine Operation als 'Denazifizierung'.
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