Premierminister Kristrún Frostadóttir erklärte, dass am 29. August ein Referendum stattfinden wird, um zu entscheiden, ob die Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union, die seit 2013 aufgrund von Streitigkeiten über die Fischereipolitik ausgesetzt sind, wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus betonte er, dass diese Abstimmung ein Ende einer langwierigen Debatte setzen könnte und es den Isländerinnen und Isländern ermöglichen wird, über ihre Zukunft zu entscheiden.
Obwohl Island 2015 offiziell den Antrag auf Beitritt zurückgezogen hat, ist es Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums und des Schengen-Raums. Umfragen deuten darauf hin, dass die Mehrheit der Isländer die Durchführung des Referendums unterstützt, aber die öffentliche Meinung ist hinsichtlich des tatsächlichen Beitritts gespalten.
Die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos betonte die Bedeutung der EU als Garant für Sicherheit in einem instabilen geopolitischen Kontext. Sollte das Referendum positiv ausfallen, müsste Island eine neue Abstimmung organisieren, um über den tatsächlichen Beitritt zur Europäischen Union nach Abschluss der Verhandlungen zu entscheiden.
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