Unter der Hauptstadt Finnlands, Helsinki, befindet sich eines der umfangreichsten Netzwerke von Zivilschutzunterkünften der Welt, das aus etwa 5.500 unterirdischen Räumen besteht, die entworfen wurden, um fast eine Million Menschen im Falle eines militärischen Konflikts, von Bombardierungen oder einem nuklearen Angriff zu schützen.
In Friedenszeiten dienen sie als Sporthallen, Schwimmbäder, Parkplätze, Spielplätze oder Skateparks, können jedoch innerhalb weniger Stunden in Schutzräume umgewandelt werden. Der größte Komplex hat eine Kapazität von etwa 11.500 Personen.
Bereits seit 1939 entwickelt, ist das finnische Zivilschutzsystem mit unabhängigen Energie- und Wasserquellen, Belüftung, dichten Türen und Schutzmaßnahmen gegen chemische, biologische und radiologische Bedrohungen ausgestattet. Das Modell umfasst auch die Vorbereitung der Bevölkerung auf Krisensituationen, wobei die Behörden jedem Bürger empfehlen, Vorräte für mindestens 72 Stunden anzulegen.
Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine wurde das finnische System zu einem interessanten Punkt für mehrere NATO-Mitgliedstaaten und internationale Partner.
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