Österreich, Dänemark, Deutschland, Griechenland und die Niederlande diskutieren am Freitag, dem 4. September, in Kopenhagen die Einrichtung von Rückkehrzentren für Migranten in Ländern außerhalb der Europäischen Union. Ziel des Treffens ist es, konkrete Schritte für den Abschluss eines Abkommens mit einem möglichen Partnerstaat festzulegen.
Die beteiligten Regierungen haben bereits Gespräche mit mehreren Drittstaaten aufgenommen, deren Namen aus Vertraulichkeitsgründen jedoch nicht veröffentlicht wurden. Gastgeber des Treffens ist der dänische Minister für Einwanderung und Integration, Morten Bodskov; die Europäische Kommission nimmt als Beobachterin teil.
In den Zentren sollen Migranten untergebracht werden, die verpflichtet sind, einen Mitgliedstaat zu verlassen, aber nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden können – auch dann nicht, wenn deren Behörden sich weigern, sie aufzunehmen.
Deutschland unterstützt das Projekt bereits seit längerer Zeit. Innenminister Alexander Dobrindt erklärte kürzlich, dass konkrete Abkommen mit Staaten außerhalb der EU noch in diesem Jahr geschlossen werden könnten.
Der Plan wird seit mehreren Jahren diskutiert und bleibt umstritten. Amnesty International warnt vor möglichen Verletzungen der Rechte von Migranten und fordert, Abkommen mit politisch instabilen oder von Konflikten betroffenen Ländern zu vermeiden.
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