Die Europäische Union stärkt ihre Verteidigungsfähigkeiten durch den zunehmenden Erwerb israelischer Technologien, obwohl die politischen Beziehungen zwischen dem Staatenbund und Israel durch die Kriege in Gaza und im Libanon belastet sind. Europäische Regierungen kaufen Sensoren, Überwachungssysteme, Abfangsysteme, Lösungen zur Luftverteidigung und Technologien für die Cybersicherheit.
Das jüngste Beispiel ist Griechenland, das Ende August ein Abkommen im Wert von 3 Milliarden Euro mit Israel unterzeichnet hat. Das Programm „Achilles Shield“ soll Systeme zum Schutz des Landes vor Raketen, Flugzeugen und Drohnen liefern. Athen forderte Zugang zum Quellcode, um die Technologie unabhängig warten und modernisieren zu können.
Eine Analyse von Politico zeigt, dass israelische Unternehmen zu wichtigen Lieferanten für mehrere europäische Staaten geworden sind. 2025 erhielt Elbit Systems in den Niederlanden einen Auftrag im Wert von 25 Millionen Euro, während in Dänemark ein Abkommen über 6,5 Millionen Euro vergeben wurde. Spanien und Italien haben ebenfalls Verträge oder Partnerschaften im Bereich der Verteidigung und Cybersicherheit abgeschlossen.
Die Zusammenarbeit basiert auf Israels operativer Erfahrung und den engen Verbindungen zwischen Armee, Unternehmen, akademischer Welt und Start-ups. Kritiker warnen jedoch, dass Europa seine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten durch eine Abhängigkeit von Israel ersetzen und seine Fähigkeit einschränken könnte, die Politik der israelischen Regierung politisch zu sanktionieren. Die Meinungsverschiedenheiten über Gaza haben die bilateralen Abkommen bislang nicht wesentlich verlangsamt.
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