Die Europäische Kommission erklärt, dass Online-Plattformen für die Bekämpfung von illegalen Inhalten, die durch künstliche Intelligenz erzeugt werden, einschließlich sexueller Deepfakes, verantwortlich sind, und warnt, dass die EU ohne schnelle Maßnahmen durch die in der digitalen Gesetzgebung vorgesehenen Instrumente intervenieren wird.
Die Europäische Kommission hat der Plattform X eine klare Warnung bezüglich der Verbreitung von durch künstliche Intelligenz erzeugten sexuellen Deepfakes übermittelt und betont, dass der Schutz von Kindern und die Einwilligung nicht den technologischen Unternehmen überlassen werden können. Die EU-Exekutive hat klargestellt, dass im Falle einer Untätigkeit der Plattform die in der europäischen Gesetzgebung vorgesehenen Instrumente angewendet werden.
Kurz gesagt
Die EU betrachtet durch KI erzeugte sexuelle Deepfakes als illegale Inhalte
Online-Plattformen sind verantwortlich für die Verhinderung und Beseitigung dieser Art von Inhalten
Die Kommission analysiert die Antworten und Maßnahmen, die von der Plattform X ergriffen wurden
Die EU schließt eine Intervention durch die digitale Gesetzgebung, einschließlich dringender Maßnahmen, nicht aus
Im Rahmen des täglichen Briefings in Brüssel hat die Europäische Kommission die Nutzung von künstlicher Intelligenz zur Erzeugung von sexuellen Inhalten ohne Einwilligung als "inakzeptabel" bezeichnet, insbesondere wenn sie Frauen und Kinder betrifft. Europäische Beamte erinnerten an die jüngsten Aussagen der Präsidentin der Kommission, wonach die durch solche Praktiken verursachten Schäden real und schwerwiegend sind.
Die Kommission betonte, dass die Hauptverantwortung bei den Plattformen liegt, die diese Art von Inhalten hosten oder verbreiten, und dass die Meinungsfreiheit nicht als Rechtfertigung für illegale Materialien herangezogen werden kann. Die EU-Exekutive wies darauf hin, dass sie Antworten von der Plattform X erhalten hat und dass diese derzeit bewertet werden.
Was mögliche Maßnahmen betrifft, so vermied es die Kommission, die nächsten Schritte im Detail zu erläutern, erinnerte jedoch daran, dass die EU-Gesetzgebung die Annahme von verhältnismäßigen und begrenzten Maßnahmen in Situationen mit schwerwiegenden Risiken für die Nutzer ermöglicht. Europäische Beamte betonten, dass die Anwendung der bestehenden Regeln entscheidend für den Schutz der Grundrechte im digitalen Umfeld ist.
Die EU-Exekutive wies ausdrücklich die Idee einer Opposition zwischen Meinungsfreiheit und der Bekämpfung illegaler Inhalte zurück und erklärte, dass die Einhaltung der europäischen Gesetzgebung eine zwingende Voraussetzung für jedes Unternehmen ist, das auf dem EU-Markt tätig ist.
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren einen umfassenden rechtlichen Rahmen zur Regulierung von Online-Plattformen verabschiedet, der klare Verpflichtungen zur Beseitigung illegaler Inhalte und zum Schutz der Nutzer festlegt. Der Fall der durch künstliche Intelligenz erzeugten sexuellen Deepfakes testet die praktische Anwendung dieser Regeln und die Fähigkeit der EU, schnell auf aufkommende digitale Risiken zu reagieren.
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