Die Europäische Kommission wird am Donnerstag, dem 17. September, voraussichtlich den Vorschlag für den KIDS Act vorlegen, einen Gesetzesentwurf, der in allen 27 Mitgliedstaaten gemeinsame Regeln zum Schutz von Kindern im digitalen Umfeld einführen würde. Von POLITICO eingesehene vorbereitende Dokumente zeigen, dass die Maßnahmen nicht nur TikTok, Instagram und Facebook betreffen würden, sondern auch Videoplattformen, Online-Spiele, auf künstlicher Intelligenz basierende Chatbots und Dienste vom Typ „AI companion“. Ausschließlich zu Bildungszwecken eingesetzte Instrumente sollen ausgenommen werden.
Der Entwurf könnte ein einheitliches Mindestalter für den Zugang zu sozialen Netzwerken festlegen, doch die genaue Altersgrenze wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Kommission prüft auch das Prinzip „safe by design“, das Plattformen dazu verpflichten würde, Risiken zu verringern, indem sie Funktionen einschränken, die eine zwanghafte Nutzung fördern können, etwa automatische Empfehlungen, Benachrichtigungen und die automatische Wiedergabe.
Brüssel bereitet zudem von DSA und AI Act inspirierte Überwachungsmechanismen vor, darunter mögliche Gebühren für Unternehmen mit hohem Risiko. Die EU verfügt bereits über die notwendige Technologie zur Altersüberprüfung, ohne die Daten aus dem Ausweisdokument vollständig zu übermitteln.
Der Vorschlag muss vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten ausgehandelt und gebilligt werden, sodass die Regeln nicht sofort in Kraft treten werden.
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