Kaja Kallas, die Chefin der Außenpolitik der Europäischen Union, erklärte, dass der Block die Möglichkeit prüfen wird, Maßnahmen gegen Israel zu ergreifen, nachdem Spanien die Forderungen nach der Aussetzung eines Kooperationsabkommens wiederholt hat. Die Außenminister der 27 Mitgliedstaaten der EU werden sich am Dienstag in Luxemburg treffen, um diese Angelegenheit zu besprechen, auf Anfrage des spanischen Premierministers Pedro Sanchez. Die Einstellungen gegenüber Israel haben sich aufgrund seines Verhaltens im Gaza-Krieg, aber auch wegen der Invasion im Libanon und des neuen Gesetzes zur Todesstrafe für Palästinenser verschärft.
Obwohl die EU Maßnahmen zur Sanktionierung Israels vorgeschlagen hat, wie z.B. die Unterbrechung der Handelsbeziehungen, wurde bisher nicht genügend Unterstützung von den Mitgliedstaaten erhalten. Eine vollständige Aussetzung des Kooperationsabkommens erfordert Einstimmigkeit, aber eine machbarere Option wäre die Aussetzung des Handelsabkommens, die eine qualifizierte Mehrheit erfordert. Kallas betonte, dass eine Bewertung des Willens der Mitgliedstaaten, Maßnahmen zu ergreifen, um Druck auf Israel auszuüben, notwendig ist. Der jüngste Machtwechsel in Ungarn könnte die Annahme von Maßnahmen beeinflussen, aber diese könnten bis zur Bildung der neuen Regierung verzögert werden.
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