Wichtige Texte, die die Einwanderungsregeln betreffen, wurden vom Europäischen Parlament verabschiedet, wodurch es den Mitgliedstaaten ermöglicht wird, Asylbewerber in Länder zurückzuführen, die die EU als "sicher" erachtet, gemäß einer vorab festgelegten Liste. Diese Maßnahme wurde von der Initiative der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni inspiriert, die diesen Ansatz bereits durch in Albanien eingerichtete Zentren getestet hat. Die Verabschiedung dieser Regeln war aufgrund einer Allianz zwischen den rechten Parteien und der extremen Rechten möglich, hat jedoch Kritik von NGOs und linken Politikern ausgelöst, die vor der Behandlung von Asylbewerbern warnen.
Die grüne Europaabgeordnete Mélissa Camara hat diese Maßnahmen als einen Schritt in Richtung der Entmenschlichung der EU-Migrationspolitik verurteilt. Die Europäische Kommission wies die Kritik zurück und betonte, dass die Zielländer die grundlegenden Menschenrechte respektieren müssen. Außerdem wurde eine Liste von Ländern genehmigt, die als "sicher" gelten, darunter Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien, um die Bearbeitung von Asylanträgen zu beschleunigen. Diese Änderung erfolgt vor dem Hintergrund eines Rückgangs der Ankünfte in der EU um 25 % im Vergleich zum Vorjahr, aber der Druck auf die europäischen Politiker bleibt hoch, im Kontext einer zunehmend nach rechts gerichteten politischen Ausrichtung in Europa.
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