Die Regierung, die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände Bulgariens haben am Montag die neue Armutsgrenze für 2027 gebilligt, die auf ein Niveau festgelegt wurde, das um 13,4 % beziehungsweise 52,37 Euro höher liegt als 2026. Die Anhebung auf 443 Euro wird die Höhe mehrerer Sozialleistungen beeinflussen und einer größeren Zahl von Menschen den Zugang zu Unterstützung ermöglichen.
Die Ministerin für Arbeit und Sozialpolitik, Natalia Efremova, erklärte, dass die neue Grenze sich positiv auf die Unterstützung von Familien und schutzbedürftigen Personen auswirken werde. Von ihr hängen die Beihilfen zur Verhinderung der Trennung von Kindern und ihren Familien, die Unterstützung für Kinder in der Obhut von Verwandten oder Pflegefamilien, die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, die Sozialrente für ältere Menschen und der Heizkostenzuschuss ab.
Das Ministerium schätzt, dass es im Haushalt für 2027 zusätzlich etwa 94 Millionen Euro benötigen wird, um die Sozialzahlungen zu decken. Eurostat-Daten zufolge haben 1,37 Millionen Bulgaren, also 21,2 % der Bevölkerung, ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. Die Ministerin schätzt, dass dieser Anteil um 0,5 Prozentpunkte sinken wird.
Die Gewerkschaften forderten jedoch eine Grenze von 467 Euro. In Rumänien wird die relative Armutsgrenze anhand der Einkommen der Bevölkerung berechnet und lag 2025 bei etwa 2.036 Lei pro Monat.
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