Vertreter der Bosch-Beschäftigten haben die Europäische Union am Mittwoch aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie und zur Förderung der lokalen Produktion zu ergreifen. Die Forderung kommt vor dem Hintergrund, dass der deutsche Konzern bis zum Ende des Jahrzehnts 13.000 Stellen in seiner wichtigsten Sparte für Automobilkomponenten abbauen will.
Frank Sell, Vorsitzender des Arbeitnehmergremiums der Mobilitätssparte von Bosch, das rund 70.000 deutsche Beschäftigte vertritt, erklärte, der Wandel der Industrie werde nur dann erfolgreich sein, wenn Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Europa erhalten blieben. Er forderte klare „Made in the EU“-Regeln, die den Unternehmen Zeit für Zusammenarbeit und eine Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit geben.
Die Maßnahmen werden vor dem Hintergrund von Entlassungen im Automobilsektor gefordert, die durch den Wettbewerb chinesischer Hersteller, Zölle und hohe Produktionskosten bedingt sind. Die Europäische Kommission prüft handelspolitische Maßnahmen zum Schutz der europäischen Industrie vor Unternehmen wie BYD und Chery. Die EU-Staats- und Regierungschefs sollen im kommenden Monat über das Handelsdefizit in den Beziehungen zu China beraten.
Bosch beschäftigt weltweit rund 413.000 Mitarbeiter. In Rumänien hatte das Unternehmen Ende 2025 etwa 9.900 Beschäftigte und investierte rund 176 Millionen Lei in die Werke in Cluj und Blaj.
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