Belarus hat sich bereit erklärt, 25 Gefangene freizulassen. Im Gegenzug sollen die von den USA gegen zwei Unternehmen verhängten Sanktionen aufgehoben werden, wie der Gesandte von Präsident Donald Trump, John Coale, am Mittwoch in Minsk bekannt gab. Die vorläufige Vereinbarung ist Teil der Verhandlungen, mit denen Washington die Freilassung weiterer politischer Gefangener und eine Verringerung der internationalen Isolation des von Alexander Lukaschenko geführten Regimes erreichen will.
Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich um Lakokraska, einen Hersteller von Farben und Industrielacken, sowie Bellesbumprom, einen staatlichen Konzern, der die Bereiche Forstwirtschaft, Zellstoff und Papier koordiniert. Die Sanktionen gegen die Unternehmen stammen aus den Jahren 2008 beziehungsweise 2023.
Die Zahl der Gefangenen, die in die neue Vereinbarung einbezogen sind, ist deutlich geringer als im März, als Coale die Freilassung von 250 Personen aushandelte. Der US-Gesandte erklärte, die Gespräche würden fortgesetzt, um die verbliebenen Probleme zu lösen und eine mögliche neue Freilassungsrunde zu erreichen.
Die Organisation Wjasna zufolge hält Belarus weiterhin mehr als 900 politische Gefangene fest. Zugleich erklärt die Opposition, dass die Repression trotz der Freilassungen anhält und Lukaschenko weiterhin den Krieg Russlands gegen die Ukraine unterstützt.
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