Die Konferenz der Präsidenten bezeichnet die Bemerkungen der USA als eine "offene Herausforderung" des Völkerrechts und fordert konkrete Unterstützung von der EU für die arktische Souveränität. Brüssel, 15. Januar 2026 – Die Konferenz der Präsidenten des Europäischen Parlaments hat am Mittwoch eine Erklärung verabschiedet, in der sie ihre unmissverständliche Unterstützung für Dänemark und Grönland zum Ausdruck bringt. Die Maßnahme erfolgt als Reaktion auf die jüngsten Äußerungen der Trump-Administration zum Status des Gebiets, die die Leitung des Parlaments als inakzeptabel und als Verletzung internationaler Normen bezeichnet hat.
Kurz gesagt
Die Führer der Fraktionen im EP verurteilen die Äußerungen der Trump-Administration zu Grönland als eine Herausforderung der Souveränität eines NATO-Verbündeten.
Die Erklärung erinnert an das Abkommen von 1916, durch das die Vereinigten Staaten die dänische Souveränität über Grönland ausdrücklich anerkannt haben.
Das Parlament fordert die Europäische Kommission und den Rat auf, eine "konkrete und greifbare Unterstützung" für Kopenhagen und Nuuk zu definieren.
Die Erklärung betont, dass jeder externe Versuch, die Souveränität und territoriale Integrität Dänemarks und Grönlands zu untergraben, das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen verletzt. Die Leitung des Parlaments hat hervorgehoben, dass Entscheidungen über das Gebiet ausschließlich Dänemark und Grönland zustehen, in Übereinstimmung mit ihren verfassungsmäßigen Regelungen. Der Text verweist ausdrücklich auf den historischen Präzedenzfall und erinnert daran, dass die Vereinigten Staaten 1916 ein Abkommen unterzeichnet haben, durch das sie anerkannten, dass "das gesamte Grönland de jure dänisches Territorium ist". Folglich betrachtet das EP die aktuellen Versuche, den Status quo zu ändern, als eine Verletzung der etablierten diplomatischen Geschichte.
Sicherheitsbedenken in der Arktis nehmen in der Erklärung einen wichtigen Platz ein. Das Parlament hat bekräftigt, dass das Königreich Dänemark NATO-Mitglied ist und vollständig durch die kollektiven Sicherheitsgarantien des Bündnisses abgedeckt ist. Die Erklärung unterstreicht, dass die arktische Sicherheit im Rahmen der NATO und durch bestehende Vereinbarungen Dänemarks mit wichtigen Partnern, einschließlich der Vereinigten Staaten, gewährleistet ist. Dennoch hat das EP die spezifische Rhetorik der aktuellen amerikanischen Administration als "offene Herausforderung" der Prinzipien der Beziehungen zwischen demokratischen Partnern verurteilt.
Mit Blick auf die Zukunft hat das Europäische Parlament Maßnahmen von den Exekutivorganen der EU gefordert. Es hat die Europäische Kommission und den Europäischen Rat aufgefordert, über die verbale Solidarität hinauszugehen und eine "konkrete und greifbare Unterstützung" für Grönland und Dänemark zu definieren. Die Erklärung endet mit der Bekräftigung des Engagements der EU für die Arktis nicht nur als Sicherheitszone, sondern auch als Region für nachhaltige Entwicklung und Zusammenarbeit.
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