Interferon alfa-2b war für Patienten vorübergehend nicht verfügbar, weil der Lieferant seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen war, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Arzneimittel wirkt immunmodulierend und antitumoral und kann bei bestimmten onkologischen und hämatologischen Erkrankungen auf Anweisung eines Onkologen oder Hämatologen verschrieben werden.
Das Ministerium entschuldigte sich bei den Patienten, die aufgrund des fehlenden Arzneimittels Schwierigkeiten hatten, und erklärte, es unternehme Anstrengungen, um eine Wiederholung der Situation zu verhindern. Interferon alfa-2b ist bei den meisten Krebsarten keine Behandlung der ersten Wahl; seine Anwendung hängt von der Diagnose und dem Zustand jedes einzelnen Patienten ab.
Die Behörden prüfen die Mechanismen zur Beschaffung und Lieferung von Arzneimitteln, um mögliche Versorgungsprobleme rechtzeitig zu erkennen. Im Juli genehmigte die Regierung das Konzept und die Verordnung für das Informationssystem zur Überwachung der Arzneimittelbestände. Nach seiner Einführung soll die Plattform das Risiko einer Erschöpfung der Bestände melden und ein Eingreifen ermöglichen, bevor Arzneimittel nicht mehr verfügbar sind. Das Ministerium betont, dass die Sicherstellung der Behandlungskontinuität Priorität hat.
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