Der ungarische Premierminister Peter Magyar ist am Donnerstag in Brüssel angekommen, um die Freigabe der für Ungarn wesentlichen europäischen Mittel zu besprechen. In einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft erklärte er, dass sie "sehr nah an einer Einigung" seien. Die Europäische Union hatte die Finanzierungen für Ungarn während der Amtszeit des ehemaligen Premierministers Viktor Orban ausgesetzt und dabei die Nichteinhaltung der Rechtsstaatlichkeitsstandards und der Maßnahmen gegen Korruption angeführt.
Magyar erwähnte, dass er in dieser Woche ein politisches Abkommen mit der EU unterzeichnen werde und dass er sich mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, treffen werde, um die letzten Missverständnisse zu klären. Er betonte auch, dass Ungarn den Beitritt zur Europäischen Staatsanwaltschaft beantragen werde.
Bezüglich des Beitritts der Ukraine zur EU erklärte Magyar, dass Ungarn die Verhandlungen nur unterstützen werde, nachdem eine Einigung über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine erzielt worden sei. Die ungarische Regierung steht unter Druck, bis zum 31. August europäische Wiederaufbaumittel in Höhe von 6,5 Milliarden Euro sowie weitere strukturelle Mittel von etwa 7 Milliarden Euro freizugeben.
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