Das reale bereinigte Haushaltseinkommen pro Kopf stieg gegenüber dem Vorquartal sowohl in der EU als auch im Euroraum um 0,1 %. Der reale Pro-Kopf-Konsum nahm in der EU um 0,4 % und im Euroraum um 0,3 % zu, während die Sparquoten auf 13,9 % beziehungsweise 14,2 % sanken, so Eurostat.
Das reale bereinigte Haushaltseinkommen pro Kopf stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal sowohl in der Europäischen Union als auch im Euroraum um 0,1 %, wie aus den von Eurostat am 28. Oktober veröffentlichten Daten hervorgeht. Der reale Pro-Kopf-Konsum stieg schneller, und zwar um 0,4 % in der EU und um 0,3 % im Euroraum. Im selben Quartal sank die Sparquote in beiden Wirtschaftsgebieten auf 13,9 % in der EU und 14,2 % im Euroraum.
Kurz zusammengefasst
Das reale bereinigte Haushaltseinkommen pro Kopf stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal sowohl in der EU als auch im Euroraum um 0,1 %.
Der reale Pro-Kopf-Konsum stieg in der EU um 0,4 % und im Euroraum um 0,3 %. Der Indikator umfasst auch Waren und Dienstleistungen, die in Form von Sachsozialtransfers erhalten werden.
Die Sparquote sank in der EU um 0,3 Prozentpunkte auf 13,9 % und im Euroraum um 0,2 Prozentpunkte auf 14,2 %. Sie wird anhand nominaler Aggregate berechnet, die von den realen Pro-Kopf-Indikatoren getrennt sind.
Unter den Ländern mit veröffentlichten Daten verzeichneten Finnland, Ungarn und Italien die stärksten Rückgänge der Sparquote; Polen und Tschechien verbuchten die größten Anstiege. Die nationale Tabelle der Mitteilung enthält keine Daten zu Rumänien.
Die Investitionsquote der privaten Haushalte blieb im Euroraum bei 8,3 % und sank in der EU auf 8,0 %. Die Daten sind saisonbereinigt und können revidiert werden; die europäischen Durchschnittswerte beschreiben nicht die Situation jedes einzelnen Haushalts.
Das Wachstum des realen Pro-Kopf-Einkommens verlangsamte sich in der EU von 0,3 % im ersten Quartal auf 0,1 % im zweiten Quartal, während das Tempo im Euroraum bei 0,1 % blieb. Der reale Pro-Kopf-Konsum nahm in der EU nach dem Rückgang um 0,1 % im ersten Quartal wieder zu, während er im Euroraum nach der Stagnation in den ersten drei Monaten des Jahres anstieg.
Der von Eurostat verwendete Einkommensindikator ist das bereinigte verfügbare Bruttoeinkommen der privaten Haushalte, das auf die Bevölkerung bezogen und um die Preisentwicklung bereinigt wird. Er umfasst auch Sachsozialtransfers, also individuelle Waren und Dienstleistungen, die den Haushalten von öffentlichen Verwaltungen oder von Organisationen ohne Erwerbszweck bereitgestellt werden, und nicht nur Geldeinkommen. Der in der Mitteilung gemessene reale Konsum ist der tatsächliche Endkonsum, der diese Transfers zu den Konsumausgaben der privaten Haushalte hinzurechnet. Seine Veränderung stellt daher nicht ausschließlich eine Änderung der direkt von der Bevölkerung bezahlten Einkäufe dar.
Die Sparquote wird anders berechnet: Das Bruttosparen wird zum verfügbaren Bruttoeinkommen, bereinigt um die Veränderung der Pensionsansprüche, ins Verhältnis gesetzt. Bei diesen nominalen Aggregaten stieg das Einkommen in beiden Gebieten um 1,1 %, während die Konsumausgaben in der EU um 1,4 % und im Euroraum um 1,3 % zunahmen. Dieser Unterschied erklärt den Rückgang des Sparanteils von 14,2 % auf 13,9 % in der EU und von 14,4 % auf 14,2 % im Euroraum. Der Rückgang der Quote misst keine Abhebungen von Bankeinlagen.
Unter den Staaten mit veröffentlichten Daten sank die Sparquote in 11 Staaten und stieg in vier. Die stärksten Rückgänge wurden in Finnland mit 1,6 Prozentpunkten, Ungarn mit 1,4 Prozentpunkten und Italien mit 1,2 Prozentpunkten verzeichnet. Polen und Tschechien verbuchten mit jeweils 0,6 Prozentpunkten die größten Anstiege. Rumänien erscheint nicht in der nationalen Tabelle dieser Veröffentlichung.
Die Investitionsquote der privaten Haushalte blieb im Euroraum mit 8,3 % stabil und verringerte sich in der EU um 0,1 Prozentpunkte auf 8,0 %. Der Indikator setzt die Bruttoanlageinvestitionen ins Verhältnis zum verfügbaren Einkommen, bereinigt um die Veränderung der Pensionsansprüche; die Investitionen der privaten Haushalte bestehen hauptsächlich aus dem Kauf und der Renovierung von Wohnungen.
Die ausführliche Veröffentlichung vom 28. Oktober ergänzt die erste Schätzung vom 2. Oktober. Für das zweite Quartal blieben die Spar- und Investitionsquoten im Euroraum mit 14,2 % beziehungsweise 8,3 % unverändert. Die historischen Reihen wurden jedoch aktualisiert, einschließlich des Wachstums des realen Pro-Kopf-Einkommens im ersten Quartal; die Daten können auch später noch revidiert werden.
Alle quartalsweisen Vergleiche in diesem Artikel beruhen auf saisonbereinigten Daten. Die Pro-Kopf-Werte sind aggregierte Durchschnittswerte, keine Medianeinkommen und auch keine Maße für die Verteilung zwischen den Haushalten. Das europäische Wachstum von 0,1 % zeigt nicht, welcher Anteil der Bevölkerung höhere Einkommen verzeichnete, und kann nicht automatisch jedem Mitgliedstaat zugeschrieben werden.
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