Im Saarland, Deutschland, ist eine gesetzliche Änderung in Kraft getreten, die es Hebammen aus der Europäischen Union, einschließlich Rumänien, ermöglicht, unter bestimmten Bedingungen ohne vorherige Anerkennung ihres Diploms zu arbeiten. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf den Personalmangel im Gesundheitssektor.
Nach den neuen Vorschriften dürfen Hebammen 'vorübergehend und gelegentlich' ohne Anerkennung ihrer Qualifikationen arbeiten, jedoch wird die Arbeitserlaubnis maximal ein Jahr gültig sein, um eine Umgehung des Standardverfahrens zur Anerkennung zu verhindern. Die Änderung wurde von der Europäischen Kommission auferlegt, die betonte, dass Deutschland die Dienstleistungsfreiheit für Bürger anderer Mitgliedstaaten nicht einschränken kann.
Derzeit gelten diese Regeln nur im Saarland und betreffen die vorübergehende Beschäftigung, während für feste Anstellungen die vollständige Anerkennung der Qualifikationen erforderlich sein wird. Das Saarland, das an der Grenze zu Frankreich und Luxemburg liegt, hat eine stabile Wirtschaft, gehört jedoch nicht zu den reichsten Bundesländern Deutschlands.
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