Traian Băsescu erklärte, er habe nicht gewusst, dass Lucian Pahonțu bei der Securitate gewesen sein soll, als er ihn 2004 zum Leiter des Schutz- und Wachdienstes (SPP) ernannte. Der ehemalige Präsident machte diese Aussagen in der Sendung „În fața Ta“ vor dem Hintergrund der öffentlichen Reaktionen auf eine journalistische Recherche über den SPP-Chef.
Băsescu sagte, er habe Pahonțu aus der Zeit gekannt, als dieser eine Einsatzbrigade der Gendarmerie leitete, und eine Empfehlung vom Innenministerium erhalten. Der ehemalige Staatschef räumte ein, dass er dessen Akte vor der Ernennung nicht überprüft habe, und erklärte, er übernehme die Verantwortung für die getroffene Entscheidung.
Er erläuterte, dass er nach der Amtsübernahme die Leiter der Sicherheitsstrukturen austauschen wollte, die er von der Regierung Ion Iliescus übernommen hatte. In diesem Zusammenhang ersetzte er General Gabriel Naghi an der Spitze des SPP.
Zur Dauer von Pahonțus Amtszeit von rund 21 Jahren erklärte Băsescu, dieser Zeitraum sei lang, bekräftigte jedoch, dass die Ernennung auf Grundlage der damals erhaltenen Informationen erfolgt sei. Er sagte außerdem, dass er 2004 der Ansicht gewesen sei, nicht die Securitate, sondern die Armee habe während der Revolution geschossen.
Der ehemalige Präsident erinnerte auch an die 2005 angeordnete Überführung der Securitate-Archive sowie an die 2006 im Parlament vorgestellte Verurteilung der Verbrechen des Kommunismus. Mit Blick auf die derzeitige Führung der Nachrichtendienste sagte Băsescu, Präsident Nicușor Dan müsse allein entscheiden, welche Maßnahmen erforderlich seien.
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