Präsident Nicușor Dan und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz warnten vor einer Intensivierung hybrider Angriffe gegen europäische Staaten und betonten die Notwendigkeit einer gemeinsamen Reaktion. Die Erklärungen wurden vor dem Hintergrund der Drohnenvorfälle in Rumänien, des Spionageverdachts gegen einige NATO-Stützpunkte und der Vorwürfe Deutschlands hinsichtlich einer russischen Beteiligung an dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig abgegeben.
Nicușor Dan erklärte, dass es in Europa in den vergangenen Jahren wahrscheinlich „Tausende von Vorfällen“ gegeben habe – von Sabotageakten und Angriffen auf kritische Infrastruktur bis hin zu Cyberangriffen und Desinformationskampagnen. Der Präsident betonte, dass die europäischen Staaten noch kein gemeinsames Bild vom Ausmaß des Phänomens hätten.
Das rumänische Staatsoberhaupt plädierte für eine Intensivierung der Zusammenarbeit, den Austausch von Informationen sowie den Ausbau der Cyber- und Informationskapazitäten der europäischen Staaten.
Friedrich Merz erklärte, Deutschland kenne den Ursprung der Einmischungen und Angriffe, und behauptete, es gebe klare Beweise für eine russische Beteiligung. Der Bundeskanzler kündigte an, dass Berlin bereits Maßnahmen ergriffen habe und gesetzliche Änderungen zur Stärkung der Befugnisse der Sicherheitsbehörden vorbereite.
Merz erklärte, dass der Schutz Deutschlands auf das Gebiet der NATO und der Europäischen Union sowie auf die Unterstützung der Ukraine ausgeweitet werden müsse. Er warnte, dass die Aggression Russlands nicht nur gegen die Ukraine gerichtet sei, sondern eine Bedrohung für ganz Europa darstelle.
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