Gesundheitserziehung könnte an den Schulen in Rumänien verpflichtend werden – nach Jahren der Kontroversen und erfolgloser Versuche, ein nationales Programm einzuführen. Das Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium bereiten altersgerechte Module vor, die sich mit der Prävention von Drogenkonsum, gesunder Ernährung, Hygiene, reproduktiver Gesundheit und den Risiken von Abhängigkeiten befassen sollen.
Gesundheitsminister Alexandru Rogobete ist der Ansicht, dass das Fach nicht optional bleiben sollte, da diese Variante den Zugang der Schülerinnen und Schüler zu wichtigen Informationen einschränken könnte. Die beiden Ministerien beabsichtigen, eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Festlegung der Inhalte und der Umsetzungsschritte einzurichten.
Parallel dazu befindet sich im Senat ein von 27 Abgeordneten und Senatoren unterzeichnetes organisches Gesetz im Dringlichkeitsverfahren. Die Initiative zielt darauf ab, einen einheitlichen Rahmen für Gesundheits- und Präventionserziehung zu schaffen – vor dem Hintergrund des Konsums von Drogen, Alkohol und Tabak in immer jüngerem Alter, unausgewogener Ernährung, Bewegungsmangels und der hohen Zahl minderjähriger Mütter.
Einen offiziellen Zeitplan gibt es noch nicht. Bis zur Verabschiedung eines möglichen verpflichtenden Fachs versuchen Projekte wie „Brain Health School Challenge“, Prävention durch spezielle Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler an die Schulen zu bringen.
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