Eine Gruppe von 35 Fluggesellschaften hat die Beamten der Europäischen Union aufgefordert, die geplanten Reformen zu den Passagierrechten, insbesondere die Entschädigungen für Flugverspätungen, zu überdenken. Sie argumentieren, dass die Erhöhung der Treibstoffpreise, verursacht durch den Krieg im Iran, ihre Fähigkeit beeinträchtigt, neue finanzielle Belastungen zu tragen. Die aktuellen Vorschriften erlauben es Passagieren, Entschädigungen für Verspätungen von über drei Stunden zu verlangen, mit Beträgen, die bei 250 Euro beginnen. Die Diskussionen über die Reformen sind für den 2. Juni angesetzt, und die Unternehmen fordern eine Pause zur Neubewertung.
Das Europäische Parlament möchte die Dreistunden-Grenze beibehalten, während die Mitgliedstaaten vorschlagen, diese auf vier Stunden zu erhöhen. Kleinere Fluggesellschaften, die von den steigenden Preisen für Kerosin betroffen sind, fordern eine Anpassung des Entschädigungsregimes, um die operativen Realitäten widerzuspiegeln und die Streichung wesentlicher Flugverbindungen zu vermeiden. Sie betonen die Bedeutung der regionalen Luftfahrt für die Konnektivität Europas. Andere Vorschriften, wie die kostenlose Bereitstellung eines Platzes für Begleitpersonen von Personen mit eingeschränkter Mobilität, werden nicht angefochten.
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