Bulgarien wird mit Rumänien Verhandlungen über den Bau von zwei weiteren Brücken über die Donau aufnehmen, sobald in Bukarest eine stabile Regierung gebildet worden ist. Das kündigte der bulgarische Verkehrsminister Gheorghi Peev während einer Anhörung im zuständigen parlamentarischen Ausschuss an.
Der Minister erklärte, die Verbesserung der Verkehrsanbindung gehöre neben den Projekten bei Kresna und der Verbesserung der Infrastruktur an der Nordgrenze zu den wichtigsten Prioritäten Bulgariens. Sofia führt außerdem Gespräche mit dem EU-Kommissar für Verkehr, der Bulgarien besuchen soll.
Die bulgarischen Behörden arbeiten daran, strategische Standorte für die künftigen Projekte zu ermitteln, unter anderem am Korridor VIII. Eine durch Anordnung von Premierminister Radev eingesetzte interministerielle Arbeitsgruppe bringt Experten aus den Bereichen Regionalentwicklung und Umwelt zusammen. Das Programm soll in nächster Zeit offiziell vorgestellt werden.
Parallel dazu versucht Bulgarien, die europäische Finanzierung für Eisenbahnprojekte zu sichern und den Verlust von Fördermitteln zu vermeiden. Der Minister nannte das Fehlen einer langfristigen Planung als eines der größten Probleme der nationalen Infrastruktur. Auf der Tagesordnung der Anhörung standen außerdem die Renovierung der Asparuh-Brücke in Warna, die Reform der Straßenverkehrskontrolle und die Überwachung der nautischen Aktivitäten an der Schwarzmeerküste.
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