25 Organisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen aus Rumänien haben einen offenen Brief an Präsident Nicușor Dan veröffentlicht, in dem sie ihre Besorgnis über die Richtung seines Mandats zum Ausdruck bringen, das auf der Grundlage eines 'sozialen Vertrags' mit den Bürgern gewonnen wurde.
Der Brief unterstreicht, dass fast ein Jahr nach Übernahme des Mandats die funktionalen Staatsziele, die unabhängige Justiz und echte Reformen nicht erreicht wurden, und dass seine Handlungen den Status quo unterstützen.
Die Kritiken zielen auf eine arrogante Haltung und umstrittene Entscheidungen im Bereich der Justiz ab, einschließlich der Ernennung von Lia Savonea, die als Symbol für die gefangene Justiz gilt.
Die Organisationen beschuldigen eine 'de facto Entkriminalisierung' der großen Korruption und einen Mangel an Reaktion seitens des Präsidenten. Außerdem wird das Versagen der Dienste bei der Bewältigung externer Bedrohungen und umstrittene Ernennungen an der Spitze der Staatsanwaltschaften erwähnt. Der Brief endet mit einer Warnung, dass die Zivilgesellschaft nicht Zuschauer bleiben wird und jede Entscheidung dokumentieren wird, die das Mandat verrät. Zu den Unterzeichnern gehören Organisationen wie Korruption tötet, Freedom House Rumänien und Declic.
Die Reaktion der Zivilgesellschaft kommt nach einem ausführlichen Interview, das der Präsident bei Europa FM gegeben hat, wo er erklärte, dass er unter den neu ernannten Richtern ein hohes Vertrauen in die Generalstaatsanwältin Cristina Chiriac hat und dass „im Fall bei der DNA keine Minderjährigen betroffen waren. Es gab keine Missbräuche“, obwohl Cornel Onilă vom ICCJ zu acht Jahren Gefängnis wegen Vergewaltigung und anderer sexueller Übergriffe auf einen Schüler am Theologischen Seminar „Ioan Gură de Aur“ in Huși verurteilt wurde.
Nicușor Dan sagte auch zu den Kritiken der Zivilgesellschaft, dass er „vollstes Verständnis“ für sie hat, und dass dies normal sei, weil „wir ein lateinisches, emotionales Volk sind“.
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