Das öffentliche Rentensystem belastet das Defizit Rumäniens zunehmend, nachdem die Beitragseinnahmen laut den jüngsten im Bericht des Fiskalrats präsentierten Daten nur 73 % der Rentenausgaben gedeckt haben. Rund ein Viertel der Ausgaben des Systems wird somit aus anderen Haushaltsquellen finanziert.
Das kumulierte Defizit der Sozialversicherungshaushalte ist 2025 gestiegen und macht nun etwa 30 % des gesamten Defizits des Landes aus, gegenüber rund 20 % im Jahr 2024. Diese Entwicklung verstärkt die Sorgen um die Nachhaltigkeit des Systems, da nun die zahlreichen Angehörigen der sogenannten „Decretei“-Generation in den Ruhestand gehen.
Ökonomen warnen, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, damit das System der wachsenden Zahl von Rentnern standhalten kann. Zu den diskutierten Szenarien gehört eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters, zunächst für besondere Berufsgruppen wie Polizisten, Militärangehörige und Richter, die derzeit früher in den Ruhestand gehen. Später könnte die Maßnahme auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet werden.
Eine weitere Lösung besteht darin, die Zahl der Beschäftigten zu erhöhen, damit mehr junge Menschen zur Finanzierung der Renten beitragen. Die Behörden prüfen diese Varianten vor dem Hintergrund des zunehmenden demografischen und haushaltspolitischen Drucks.
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