Vor der Eröffnung des ständigen Büros in Brüssel war die rumänische Wirtschaft bereits in Diskussionen und Initiativen aktiv, die darauf abzielen, die europäische Agenda zu beeinflussen. Im Energiebereich beteiligte sich Rumänien beispielsweise über den Arbeitgeberverband der Energiebranche an einer regionalen Allianz, die eine Koordinierung der Positionen zur Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen anstrebt – gerade um einen strukturierteren Dialogkanal mit den europäischen Behörden und Institutionen zu schaffen.
Gleichzeitig gab es in der Öffentlichkeit auch Spannungen im Zusammenhang damit, wie sich europäische Entscheidungen auf die Wirtschaft und die Arbeitsbedingungen auswirken. Gewerkschafter protestierten in Brüssel für die Entblockierung der Tarifverhandlungen und die Erhöhung des Mindestlohns und forderten Unterstützung bei der direkten Anwendung der europäischen Richtlinien sowie eine Ausweitung des sozialen Dialogs. Damit zeigten sie, wie direkt Unternehmen von Veränderungen auf EU-Ebene betroffen sein können.
In diesem Kontext war das Interesse an europäischen Dossiers mit Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld auch in internen Debatten über Politik und Finanzierungen präsent, einschließlich der Frage, wie Rumänien Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit im Verhältnis zu den europäischen Prioritäten gestalten kann. Parallel dazu gab es auch Initiativen zur Vertretung und Koordinierung, die darauf abzielen, die Interessen der wirtschaftlichen Akteure auf europäischer Ebene besser miteinander zu verknüpfen.