Der Rumänische Fußballverband führt ab dieser Saison die schwarze Karte in den U7- bis U16-Juniorenwettbewerben ein, um missbräuchliches Verhalten von Eltern und Zuschauern zu sanktionieren. Die Maßnahme wurde am 11. September 2026 im Dringlichkeitsausschuss des FRF verabschiedet und soll Kinder vor Mobbing, Druck sowie verbaler oder körperlicher Gewalt schützen.
Der Schiedsrichter zeigt die schwarze Karte, wenn das Fehlverhalten auf den Tribünen nach der Anwendung der Verwarnungs- und der vorübergehenden Suspendierungsstufen anhält. In diesem Moment wird das Spiel endgültig abgebrochen und kann nicht wieder aufgenommen werden. Der FRF erklärt, der weltweit erste Fußballverband zu sein, der eine Karte einführt, die ausschließlich dem unangemessenen Verhalten von Zuschauern gilt.
Das Verfahren erfolgt in drei Schritten. Zunächst unterbricht der Schiedsrichter die Partie vorübergehend und fordert die Trainer auf, ihre eigenen Anhänger zu verwarnen. Wenn die Vorfälle andauern, wird das Spiel für zehn Minuten unterbrochen und die Mannschaften gehen in die Umkleidekabinen. Hält das missbräuchliche Verhalten nach der Wiederaufnahme an, zeigt der Schiedsrichter die schwarze Karte und beendet die Partie.
Die Regelung betrifft Beleidigungen, Beschimpfungen, Konflikte, das Schlagen oder grobe Anfassen von Kindern, Spielern, Trainern, Schiedsrichtern, Offiziellen oder anderen Zuschauern. Alle 130 Akademien der Akademieklassifikation haben Informationsmaterial für die Eltern erhalten.
Die Maßnahme ist Teil der B.R.A.V.O.-Plattform, die der FRF 2025 zur Förderung eines sicheren Umfelds im Jugendfußball ins Leben gerufen hat. Der Verband führte zuvor den Safeguarding-Kurs für „Elternkapitäne“ sowie die „Silent Day“-Wettbewerbe ein, bei denen Erwachsene vom Spielfeldrand aus keine Anweisungen geben dürfen.
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