In einem kürzlichen Interview sprach die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, über die regionale Sicherheit und den europäischen Kurs des Landes. Sie erklärte, dass die Integration in die Europäische Union entscheidend für das Überleben der moldauischen Demokratie sei, im Kontext der Aggression Russlands. Sandu identifizierte Russland als die größte Herausforderung und erwähnte den externen Druck sowie die internen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den Reformen des Justizsystems. Die Behörden in Chișinău arbeiten daran, die Reformen zu beschleunigen, einschließlich im Bereich der Justiz und der Bekämpfung von Korruption.
Was Transnistrien betrifft, so hob Sandu die Versuche einer wirtschaftlichen Annäherung zwischen den beiden Ufern des Dnister hervor, betonte jedoch, dass die Präsenz russischer Truppen ein großes Hindernis darstellt. Sie schlug einen schrittweisen Ansatz zur Lösung des Konflikts vor, mit der Integration des rechten Ufers in die EU, gefolgt von der Reintegration Transnistriens. Sandu betonte, dass Entscheidungen über die Zukunft der Region nicht von Moskau abhängen sollten, und unterstrich die Notwendigkeit des Rückzugs der russischen Truppen für eine vollständige Reintegration. Sie erwähnte auch die Unterstützung Estlands für den europäischen Kurs Moldawiens.
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