Petrișor Peiu, Vorsitzender der AUR-Senatoren, erklärt, Siegfried Mureșan werde nicht dazu kommen, im Parlament das Vertrauensvotum zu beantragen. Seine Nominierung durch Präsident Nicușor Dan stelle lediglich einen ersten Schritt vor einem möglichen Vorschlag für Sorin Grindeanu dar.
Die Erklärung gab er gegenüber Digi24 im Zusammenhang mit den Konsultationen zur Bildung einer neuen Regierung ab, nachdem das Kabinett Bolojan gestürzt worden war. Peiu ist der Ansicht, Mureșan werde erkennen, dass er nicht die erforderliche Stimmenzahl erhalten könne, und den Gang ins Parlament für ein negatives Votum vermeiden.
Der AUR-Vorsitzende äußerte sich auch zurückhaltend zu der Möglichkeit, dass der Liberale die Unterstützung seiner Partei beantragen könnte. Dabei verwies er auf frühere Äußerungen, die er als „ziemlich aggressiv“ gegenüber der AUR bezeichnete. Seiner Ansicht nach würde eine mögliche Ablehnung der Regierung vorgezogene Neuwahlen nicht automatisch wahrscheinlicher machen, da die Entscheidung über die Auflösung des Parlaments dem Präsidenten obliegt.
Peiu erklärte außerdem, Nicușor Dan sei „sehr stur“ und könnte darauf bestehen, eine Regierung in der derzeitigen parlamentarischen Konstellation zu bilden. Er rechnete damit, dass Sorin Grindeanu als Nächster für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert werden könnte. Dabei handelt es sich um politische Einschätzungen des AUR-Vorsitzenden, nicht um offizielle Entscheidungen über die künftige Regierung.
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