Der Fraktionsvorsitzende des UDMR im Abgeordnetenhaus, Csoma Botond, kündigte an, dass seine Partei das AUR-Projekt zur Ausrufung des Tages der Nationalflagge Rumäniens nicht unterstützen werde. Der Entwurf steht auf der Tagesordnung der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. Der Parlamentarier kritisiert die Bestimmungen der Initiative, die seiner Ansicht nach die öffentliche Bekundung der Loyalität gegenüber dem Staat vorschreiben und die Religions- und Redaktionsfreiheit einschränken würde.
Csoma Botond zufolge sieht der Entwurf vor, dass Beamte, Schulleiter und ausgewählte Schüler die rumänische Trikolore küssen müssen – andernfalls drohen Geldstrafen. Außerdem wären Radio- und Fernsehsender verpflichtet, 30 Minuten lang Programme über die Flagge auszustrahlen. Die Initiative würde zudem die Reihenfolge der Gottesdienste festlegen, die aus diesem Anlass veranstaltet werden.
Das AUR-Projekt wurde im Parlament eingebracht und 2023 vom Senat verabschiedet. In dieser Woche wurde es ohne Bericht der zuständigen Fachausschüsse auf die Tagesordnung des Abgeordnetenhauses gesetzt. Der Text sieht Geldstrafen von bis zu 10.000 Lei für Amtsträger vor, die sich weigern, die Flagge zu küssen, von bis zu 20.000 Lei für Medieninstitutionen, die keine Sendezeit einräumen, sowie von bis zu 30.000 Lei für lokale Behörden, die nicht innerhalb von 45 Tagen nach der Verkündung einen „Platz der Trikolore“ einrichten.
Csoma Botond verglich die Initiative mit Praktiken öffentlicher Unterwerfung in nationalsozialistischen und kommunistischen Regimen und forderte die im Parlament vertretenen Parteien auf, sie nicht zu unterstützen.
יס;Quellen
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