Die erste private robotische Mission zur Venus, die von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Zusammenarbeit mit Rocket Lab vorbereitet wird, wurde verschoben, da die Trägerrakete Neutron noch keine Startgenehmigung erhalten hat. Die Mission soll nach möglichen Hinweisen auf Leben auf dem Planeten Venus suchen und sollte ursprünglich 2024 gestartet werden.
Die Rocket-Lab-Mission wird eine kegelförmige Sonde aussetzen, die zur Entnahme von Proben aus der Atmosphäre des Planeten entwickelt wurde. Die Sonde wird einzelne Partikel in der Venusatmosphäre mithilfe eines Autofluoreszenz-Nefelometers analysieren. Das Instrument kann einzelne Partikel in den venusischen Wolken bestimmen und deren Größe, Form und Zusammensetzung ermitteln. Die Forscher werden nach organischen Molekülen suchen, die auf das Vorhandensein lebensnotwendiger Bestandteile hinweisen könnten.
Rocket Lab stellt die Rakete, das Raumfahrzeug für den Flug und die Sonde bereit, während die NASA den Hitzeschild HEEET entwickelt hat, der Temperaturen von bis zu 2.500 Grad Celsius standhalten soll. Die Sonde befindet sich derzeit am Unternehmenssitz in Long Beach, Kalifornien.
Der Start soll vom Launch Complex 3 auf Wallops Island in Virginia erfolgen, hängt jedoch vom Abschluss der Tests und Abnahmeverfahren für Neutron ab, die ihren Jungfernflug noch nicht absolviert hat.
Die Mission ist Teil des von Sara Seager koordinierten Morning-Star-Programms, das Pläne für weitere Untersuchungen umfasst: die Identifizierung komplexer organischer Moleküle, den Einsatz eines Atmosphärenballons und die Entwicklung miniaturisierter molekularer Sensoren. Die Venus gilt als schwieriges und bislang wenig erforschtes Ziel, doch ihre sauren Wolken könnten Bedingungen für die Existenz atmosphärischer Lebensformen bieten.
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