Eine Studie von Forschern des Mass General Brigham, die 20.847 Erwachsene in den USA einbezog, zeigte, dass immer mehr Menschen KI-Chatbots nicht nur zur Produktivität, sondern auch für Ratschläge, emotionale Unterstützung und Gesellschaft nutzen. Fast 87,1 % der täglichen Nutzer interagieren aus persönlichen Gründen mit KI, und diejenigen, die diese Technologien nutzen, berichteten von moderaten Symptomen von Depression, Angst und Reizbarkeit, insbesondere zwischen 45 und 64 Jahren. Die Forscher betonen, dass die Studie nicht beweist, dass KI Depressionen verursacht, sondern eine Korrelation nahelegt. Dies könnte auf einen Teufelskreis hindeuten, in dem emotionale Verwundbarkeit und die Nutzung von KI sich gegenseitig verstärken. Außerdem wurde ein "Dosis-Wirkungs-Modell" beobachtet: Je häufiger KI aus persönlichen Gründen genutzt wurde, desto intensiver waren die berichteten Symptome. Die Studie warnt, dass allgemeine Chatbots die professionelle Unterstützung nicht ersetzen sollten. Obwohl Interaktionen mit KI für einige vorteilhaft sein können, besteht das Risiko, wenn sie genutzt werden, um emotionale Lücken oder die psychische Gesundheit zu füllen. Die Forscher ermutigen die Nutzer, sich der Häufigkeit ihrer Interaktionen mit KI und deren Auswirkungen auf ihren emotionalen Zustand bewusst zu sein.
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