Der Präsident der Ukraine, Volodymyr Selenskyj, hat angekündigt, dass sein Land "technisch bereit" sein wird, 2027 der Europäischen Union beizutreten. Diese Erklärung erfolgt im Kontext des Widerstands, der von europäischen Führern, darunter auch Ungarn, geäußert wird, die sich gegen eine beschleunigte Integration der Ukraine aussprechen. Der luxemburgische Außenminister Xavier Bettel betonte die Notwendigkeit, die EU-Regeln zu respektieren, und forderte Selenskyj auf, keinen Druck auf die Union hinsichtlich des Beitrittszeitplans auszuüben.
Obwohl Selenskyj erklärte, dass bis Ende 2026 die notwendigen Schritte umgesetzt werden, hat die Europäische Kommission darauf hingewiesen, dass die Fortschritte der Ukraine in wesentlichen Bereichen, wie der Bekämpfung von Korruption, begrenzt sind. Selenskyj betonte die Bedeutung eines "klaren Zeitplans" für den Beitritt als Teil der Sicherheitsgarantien nach dem Krieg. Gleichzeitig erklärte der ungarische Premierminister Viktor Orbán, dass die Mehrheit der Ungarn einer schnellen Mitgliedschaft der Ukraine widerspricht und den Schutz der Landwirte sowie die nationale Sicherheit anführt. Die Erweiterung der EU erfordert die einstimmige Zustimmung der 27 Mitgliedstaaten, was den Beitrittsprozess kompliziert.
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