Der slowakische Premierminister Robert Fico erklärte am Mittwoch den Ausnahmezustand im Sektor der Ölversorgung, als Folge der Unterbrechung der Lieferungen aus Russland durch die Druzhba-Pipeline, die von russischen Angriffen betroffen ist. Die slowakischen Behörden werden 250.000 Tonnen aus der Notreserve freigeben, um der Situation zu begegnen.
Fico beschuldigte die Ukraine, die Lieferungen nicht wieder aufzunehmen, und deutete an, dass sie versuche, Ungarn zu erpressen. Außerdem drohte er mit der Aussetzung der Zusammenarbeit bei der Stromversorgung nach Ukraine, falls die Lieferungen nicht wieder aufgenommen werden.
Der slowakische Botschafter in der Ukraine forderte offizielle Erklärungen, und Fico kündigte an, die Absicht zu haben, die Europäische Kommission zu informieren, um die Situation zu analysieren. Auch der ungarische Premierminister Viktor Orban beschuldigte die Ukraine der Erpressung. Die Europäische Kommission erklärte, dass es keine unmittelbaren Risiken für die Sicherheit oder die Versorgung gebe, da die Slowakei über ausreichende Notreserven verfüge.
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