Der Präsident Serbiens, Aleksandar Vučić, kündigte am Dienstagabend an, dass die vorgezogenen Parlamentswahlen am 25. Oktober stattfinden werden, nachdem die studentische Protestbewegung monatelang Druck ausgeübt hatte.
Vučić erklärte, dass er am Mittwoch das Dekret zur Auflösung des Parlaments und zur offiziellen Ausrufung der Wahlen unterzeichnen werde.
Der serbische Präsident ist der Ansicht, dass die Wahlen dem Land helfen könnten, die derzeitige politische Krise zu überwinden. Die Proteste werden von Studierenden und der prowestlichen Opposition organisiert, die den Behörden Korruption, die Einschränkung der Pressefreiheit und die Untergrabung der Demokratie vorwirft. Vučić behauptet dagegen, dass die Demonstrationen aus dem Westen koordiniert werden.
Die Protestbewegung wurde auch durch die Tragödie befeuert, die sich im November 2024 am Bahnhof von Novi Sad ereignete, wo der Einsturz eines Daches zum Tod von 16 Menschen führte. Die Protestierenden betrachten den Unfall als Symbol für Korruption und die mangelhafte Verwaltung öffentlicher Einrichtungen.
Obwohl die Proteste offenbar an Intensität verloren haben, kündigten die Studierenden an, mit einer eigenen Kandidatenliste an den Wahlen teilzunehmen. Vučić versprach, nach der offiziellen Ausrufung der Wahlen zurückzutreten, um seinen Wahlkampf zu starten und zu versuchen, in das Amt des Ministerpräsidenten zurückzukehren.
Serbien strebt weiterhin den Beitritt zur Europäischen Union an, wird jedoch dafür kritisiert, sich den gegen Russland verhängten Sanktionen nicht anzuschließen. Die Wahlen werden in einem angespannten politischen Kontext stattfinden, der vom Konflikt zwischen der Regierung, der Opposition und der studentischen Bewegung geprägt ist.
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