Der serbische Präsident Aleksandar Vucic erklärte, dass Serbien die Quellen für die Versorgung mit Erdgas diversifiziert und damit die Abhängigkeit von Importen aus Russland verringert, aus dem über 80 % des Bedarfs des Landes stammen.
In einem Interview mit Reuters erwähnte Vucic, dass Serbien Gespräche über Käufe über den gemeinsamen Einkaufsmechanismus der Europäischen Union führt, mit dem Ziel, etwa 500 Millionen Kubikmeter Gas jährlich zu sichern. Außerdem importiert Serbien bereits Gas aus Aserbaidschan und plant den Bau einer Gaspipeline nach Nordmazedonien sowie einer Ölpipeline nach Rumänien, die voraussichtlich 2027 fertiggestellt wird. Vucic betonte, dass Serbien trotz der historischen Verbindungen zu Russland die Aspiration zur EU-Mitgliedschaft aufrechterhält, im Kontext des internationalen Drucks, die Finanzierung des Krieges in der Ukraine zu begrenzen. Der Präsident erkannte auch die Korruptionsprobleme in den öffentlichen Institutionen an, wies jedoch die jüngsten Proteste als Teil einer externen Verschwörung zurück. Mit seinem Mandat, das 2027 endet, deutete Vucic die Möglichkeit vorgezogener Wahlen an, ohne eine Rückkehr an die Spitze der Partei oder als Premierminister auszuschließen.
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