Russland hat beschlossen, die Ölexporte aus Kasachstan nach Deutschland über die Druschba-Pipelines ab dem 1. Mai einzustellen, wie aus Branchenquellen zitiert von Reuters hervorgeht. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund der Verschlechterung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland, insbesondere aufgrund der Unterstützung Berlins für die Ukraine. Das Energieministerium Russlands hat keine sofortigen Kommentare abgegeben, und der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, erklärte, dass er über diese Entscheidung nicht informiert sei.
Im Jahr 2022 stellte Deutschland die lokalen Tochtergesellschaften von Rosneft, dem größten Ölproduzenten Russlands, unter besondere Verwaltung, was das Ende einer langjährigen Energiebeziehung markiert. Im vergangenen Jahr exportierte Kasachstan 2,146 Millionen Tonnen Öl nach Deutschland über die russischen Pipelines, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die PCK-Raffinerie in Schwedt, eine der größten in Deutschland, ist teilweise auf das kasachische Öl angewiesen, das über Druschba transportiert wird, nachdem die Lieferungen von russischem Öl ausgesetzt wurden.
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