Die russischen Sicherheitsdienste bereiten Sabotageaktionen gegen dänische Unternehmen der Verteidigungsindustrie vor, insbesondere gegen solche, die an der militärischen Unterstützung der Ukraine beteiligt sind, erklärte Emil Graesholm, Leiter des Spionageabwehrdienstes innerhalb der dänischen Sicherheitsbehörde, in einem Interview mit Berlingske.
Der Beamte warnte, dass die Pläne konkret genug seien, um die Bedrohung ernst zu nehmen, und forderte die betroffenen Unternehmen auf, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.
Zu den Zielen sollen Unternehmen gehören, die Ausrüstung oder Dienstleistungen für die militärische Hilfe zugunsten der Ukraine liefern.
Graesholm zufolge versuchen die russischen Dienste außerdem, dänische Staatsbürger anzuwerben, um Informationen über Fabriken und Unternehmen zu sammeln. Sie sollen die Zugangswege und die Sicherheitsbedingungen rund um die betreffenden Einrichtungen überprüfen.
Der dänische Dienst hatte bereits im Mai 2024 gewarnt, dass das Risiko physischer Sabotageakte, die Russland zugerechnet werden, in Dänemark und anderen europäischen Staaten gestiegen sei.
Die Warnung erfolgte, nachdem der deutsche Innenminister Russland beschuldigt hatte, an einem hybriden Angriff in Leipzig beteiligt gewesen zu sein, bei dem am 4. August eine mit Sprengstoff bestückte Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs identifiziert worden war.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs verurteilten den Vorfall und warnten vor einer Intensivierung der russischen hybriden Taktiken.
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