Rom beabsichtigt nicht, eine Zugangssgebühr für das historische Zentrum einzuführen, sondern will kurzfristige Vermietungen begrenzen, um die Identität der Stadt und das Leben der örtlichen Gemeinschaft zu schützen. Bürgermeister Roberto Gualtieri äußerte sich in einem Interview mit Bloomberg vor dem Hintergrund des zunehmenden Drucks, den der Tourismus auf die „Ewige Stadt“ ausübt.
Der Bürgermeister hält das in Venedig angewandte Modell, bei dem Tagestouristen eine Gebühr von fünf Euro zahlen, für Rom nicht geeignet. Die Stadt ist deutlich weitläufiger, und zahlreiche Touristen bleiben über Nacht und tragen bereits über die Beherbergungssteuer zum Haushalt bei.
Gualtieri warnte, dass das historische Zentrum zu einer „leeren Hülle“ werden könnte, mit Geschäften und Restaurants, die ausschließlich auf Touristen ausgerichtet sind. Die Stadtverwaltung sucht nach Instrumenten, um Beschränkungen für Immobilien durchzusetzen, die zur kurzfristigen Vermietung genutzt werden, auch in Wohnvierteln.
Einer Studie von Brixa zufolge verfügt das Zentrum Roms über mehr als 122.000 Übernachtungsplätze gegenüber etwas mehr als 116.000 Einwohnern. Im Jahr 2025 verzeichnete die Stadt mit 22,9 Millionen Ankünften und 52,92 Millionen Übernachtungen einen Rekord. Florenz und Bologna haben bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen.
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